Muschelgrotte

Museumsobjekt: Muschelgrotte
Entstehungsdatum: um 1667
Künstler/Hersteller: Philipp Wilhelm
Entstehungs/Fundort: Neuburg an der Donau
Technik/Material: Tuffstein, Kiesel, Flussmuscheln, aber auch Meeresmuscheln und Stuck
Museum: Schlossmuseum Neuburg an der Donau
Ort (Museum): Neuburg an der Donau
Bundesland: Bayern

Kommentar:

Die Grotten im Garten des Neuburger Schlosses zählen zu den Raritäten verspielter Renaissancekunst in Süddeutschland. Für ihre Lustbarkeit und andere gesellschaftliche Anlässe haben die Neuburger Fürsten Decken und Wände mit Donaumuscheln und Meeresmuscheln verzieren lassen.
Den typischen Figurenschmuck bilden Wassergottheiten mit ihrem Gefolge der Nymphen und Nereiden. In einer weiteren Bedeutungsschicht versinnbildlicht der leuchtend blaue Raum, den Ihr auf dem Bild nebenan seht, mit den Tierkreiszeichen und Maskerons den Kosmos. Ebenfals in dem "blauen Raum" stehen die drei Figuren, die ursprünglich ganz mit Flussmuscheln verkleidet waren. Diese bieten einen interessanten Einblick in den Entstehungspozess. Wie bei Gliederpuppen konnte ihre Haltung vor dem Bekleiden (hier mit Muscheln) individuell festgelegt werden. Die sorgfältige Ausarbeitung der geschnitzten Körper lasst vermuten, dass die Art ihrer Dekoration noch nicht von Anfang an festgelegt war.

Dieser Ort ist für mich Heimat, weil ...

...ich mich dort wohl fühle

...ich dort meine Seele baumeln lassen kann

...ich mich dort geborgen fühle

...ich dort über so vieles nachdenken kann, was mich bewegt

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Alter: 14
Ort: Neuburg an der Donau
Schule: Maria-Ward Schule, Neuburg